• 18 September 2022
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„NAEUMA ANTIMATTER“ BY ANDREA MARICONTI – DIE TEMPORÄRE HERBSTAUSSTELLUNG

2 Wochen ago

Das diesjährige Programm der Wechselausstellungen in der Fondazione Ghisla Art Collection in Locarno endet mit der anthologischen Ausstellung von Andrea Mariconti (Lodi, 1978) die den Titel Næuma Antimatter trägt. In der Ausstellung begegnen sich die zeitgenössische Klangforschung und das jahrhundertealte Material Bronze in einer klanglich-visuellen Erfahrung. Es geht darum, neue Ausdruckswege zu erkunden, die das zeitgenössische bildhauerische, bildnerische und musikalische Erforschen miteinander verbinden.

Das von Andrea Mariconti für die Ghisla-Stiftung konzipierte und realisierte Projekt bewegt sich in einem noch nie dagewesenen Kontext, in dem das künstlerische Experimentieren in Ton und Bild durch klangliche und dynamische Komponenten angereichert wird, die mit Kunstwerken interagieren, welche durch die geschickte Manipulation der physikalischen Eigenschaften des Bronzegusses entstanden sind und ihre plastische Form zu einem breiteren räumlichen und landschaftlichen Kontext verklären können. Die Besucher nehmen an einer Erfahrungsreise teil, in der Kunst und ihre Mittel sich vermischen: Klang, Form und Materie verfremden die menschliche Wahrnehmung und ermöglichen den Übergang von traditionellen Welten der Materie, Feuer und Bronze sowie essentiellen Formen und Schwingungen zu kreativen Prozessen der Gegenwartskunst.

Das Ausstellungsereignis besteht aus der Installation eines Hauptkorpus von skulptural-musikalischen Werken aus Bronze mit Wachsausschmelzung, die aufgrund ihrer besonderen Form in Resonanz gehen, wodurch sie eine Suggestion von Klängen in einem vorher festgelegten harmonischen Rahmen erzeugen.
Diese Serie von Skulpturen, die sich durch die drei Räume der Ausstellung zieht, wird an den Wänden von einer Reihe von Gemälden flankiert, die nach drei thematischen und chronologischen Bereichen geordnet sind. Sie berühren besondere Momente der Forschung des Künstlers und bilden eine Brücke zwischen der bildnerischen Produktion und der jüngsten Entwicklung der Skulpturen.
Die Umgebung erinnert an einen archäologisch-künstlerischen Kontext und ist Schauplatz einer Erfahrung, die aus Geografie, Karten, Musik, Materie und Antimaterie besteht. Hier finden sich Fundstücke von Prozessen, zu Teilen ausgearbeitet zwischen Bildhauerei-Malerei-Kalkographie deren kuratierte Ausstellung durch das Nebeneinanderstellen der Elemente und die Transversalität der künstlerischen Disziplinen den Sinn dieser besonderen Forschung enthüllt.

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