{"id":1961,"date":"2017-03-01T15:10:39","date_gmt":"2017-03-01T14:10:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/?page_id=1961"},"modified":"2017-03-07T09:37:44","modified_gmt":"2017-03-07T08:37:44","slug":"temporaere-austellulng-17","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/temporaere-austellulng-17\/","title":{"rendered":"Tempor\u00e4re Austellulng 17"},"content":{"rendered":"<div class=\"artists\"><strong>MUSEUM TO SCALE 1\/7<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Museum to Scale ist kein Modell eines architektonischen Projekts. Es ist die zeitgen\u00f6ssische Variante einer Wunderkammer, der Vorl\u00e4uferin dessen, was wir heute Museum nennen.<\/strong> Oder eines cabinet d&#8217;objets d&#8217;art, eines M\u00f6belst\u00fccks, das Sammler mit Kuriosit\u00e4ten aller Art, von Miniaturen bis Fossilien, zu f\u00fcllen pflegten. Der verkleinerte Massstab erinnert auch an die sogenannte constcamer, ein Genre in der Malerei, das \u2013 wie etwa die Bilder von David Teniers \u2013 S\u00e4le voller Gem\u00e4lde und anderer Kunstobjekte zeigt, und ebenso an die grosse Tradition des Kunstbuchs. Der Unterschied dazu ist, dass wir es hier mit Originalwerken zu tun haben. Das Ziel ist pragmatisch \u2013 ein mobiles Museum! \u2013, das Publikum soll direkt angesprochen werden: eine zeitgen\u00f6ssische Variante lehrreicher Unterhaltung.<\/p>\n<p>    Das Museum to Scale verweist auch auf die Verspieltheit, mit der Marcel Duchamp sein Werk in der Bo\u00eete-en-Valise unterbrachte, und auf die Miniatur seines Bilds Nu descendant un escalier, die er f\u00fcr die Galerie des ber\u00fchmten Puppenhauses von Carrie Stettheimer anfertigte, der Freundin der New Yorker Avantgarde der 1920er-Jahre. Zugleich bietet das Museum to Scale, absolut ernsthaft gemeint, die Ruhe und die N\u00e4he, die n\u00f6tig ist, damit Kunst aufgenommen werden kann. Das Paradox des verkleinerten Massstabs erweitert augenblicklich die Wahrnehmung des Betrachtenden, die Aufmerksamkeit fokussiert sich auf die Essenz der Bilder. Weitab vom Chaos, versteht man den Museumsbesuch nicht nur, sondern empfindet dabei auch Vergn\u00fcgen. Diese grosse Sammlung kleiner Werke regt ausserdem zum Nachdenken \u00fcber die Rolle des Massstabs und des Formats in der Kunst an, \u00fcber die Distanz zwischen der Idee und der Ausf\u00fchrung, \u00fcber die Unbest\u00e4ndigkeit des Status und der Art der Pr\u00e4sentierung von Werken. <\/p>\n<p><strong>Das Museum to Scale besteht aus 85 Miniaturisierungen und wurde vom belgischen Galeristen und Kunstforscher Ronny Van de Velde kuratiert.<\/strong> In jedem Raum befinden sich Originalwerke \u2013 Gem\u00e4lde oder ganze Installationen \u2013 zeitgen\u00f6ssischer belgischer Kunstschaffender, etwa Jan Fabre, Marcel Broodthaers, Ann Veronica Janssens, Pierre Alechinsky und Michel Fran\u00e7ois, um nur einige zu nennen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MUSEUM TO SCALE 1\/7 Das Museum to Scale ist kein Modell eines architektonischen Projekts. Es ist die zeitgen\u00f6ssische Variante einer Wunderkammer, der Vorl\u00e4uferin dessen, was wir heute Museum nennen. Oder &hellip;<a class=\"morelink\" href=\"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/temporaere-austellulng-17\/\">continue reading<span> Tempor\u00e4re Austellulng 17<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1943,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1961"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1961"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1992,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1961\/revisions\/1992"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1943"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}