{"id":2943,"date":"2019-03-04T10:46:35","date_gmt":"2019-03-04T09:46:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ghisla-art.ch\/?page_id=2943"},"modified":"2019-08-27T15:41:49","modified_gmt":"2019-08-27T13:41:49","slug":"temporaere-austellulng-20","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/temporaere-austellulng-20\/","title":{"rendered":"Look at me!"},"content":{"rendered":"<div class=\"artists\">\n<p><strong>ROBERT MAPPLETHORPE &#8211; Serie Z<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mit Look at me! Il Corpo nell\u2019Arte dagli anni \u201950 a oggi l\u00e4dt die Fondazione Ghisla<\/strong> vom 8.\u00a0September 2019 bis 5. Januar 2020 zu einer Betrachtung des K\u00f6rpers ein. Gezeigt werden Werke internationaler Kunst- und Fotoschaffender aus der Nachkriegszeit bis heute, die sich dem Thema K\u00f6rper in der Fotografie widmen.<br \/>\nEr\u00f6ffnet wird die Ausstellung, die Angela Madesani und Annamaria Maggi kuratieren, mit einem Bild des grossen amerikanischen K\u00fcnstlers Irving Penn von 1949\/50.<\/p>\n<p>Look at me! erforscht das Mittel der Fotografie anhand von Bildern, die gesellschaftlich von den 60er und 70er Jahre gepr\u00e4gt sind, Werken namhafter K\u00fcnstler\/innen der 80er Jahre und zeitgen\u00f6ssischen Arbeiten.<br \/>\n\u00abUnsere Ausgangsperspektive war die Frage nach dem Verh\u00e4ltnis zwischen dem weiblichen und dem m\u00e4nnlichen K\u00f6rper und den Ann\u00e4herungen wichtiger K\u00fcnstler, die mit den Formen Film, Video, Fotografie und Installation arbeiten. Es ist eine Ann\u00e4herung, die sich aus dem engen Konzept der Geschlechter l\u00f6st, um sehr unterschiedliche Kunstschaffende und ihre Werke in einen Dialog zu bringen\u00bb, erkl\u00e4rt Angela Madesani. <\/p>\n<p>Annamaria Maggi erg\u00e4nzt: \u00abDer K\u00f6rper ist kunstgeschichtlich der \u00e4lteste Gegenstand \u00fcberhaupt: Von den ersten Formen der Darstellung und in vieler Hinsicht auch heute noch ist der menschliche K\u00f6rper der Hauptgegenstand jeder k\u00fcnstlerischen Umsetzung. Ohne den K\u00f6rper g\u00e4be es keine Kunst. In der Vergangenheit war die menschliche Gestalt das zwingende Mittel, um Geschichten zu erz\u00e4hlen und Gef\u00fchlen, \u00dcberzeugungen und Konzepten eine lesbare Form zu geben. Trotz der neuen nicht figurativen Tendenzen und Ausdrucksformen, die im Lauf des letzten Jahrhunderts so zahlreich aufgekommen sind, ist und bleibt der K\u00f6rper f\u00fcr viele der radikalsten und interessantesten zeitgen\u00f6ssischen Kunstschaffenden noch heute Hauptfigur ihrer k\u00fcnstlerischen Auseinandersetzung. Die Kunst braucht den K\u00f6rper nach wie vor als Symbol.\u00bb <\/p>\n<p>Die chronologisch in 60er und 70er Jahre geordneten Werke sind meist Zeugnisse performativer Aktionen wie etwa bei Marina Abramovic, Vito Acconci, Urs L\u00fcthi, Ana Mendieta, Fabio Mauri, Bruce Nauman, Denis Oppenheim und Gina Pane.<br \/>\nGezeigt werden Arbeiten grosser Fotografinnen und Fotografen, die den K\u00f6rper ins Zentrum ihrer k\u00fcnstlerischen Erkundung stellen, so etwa Robert Mapplethorpe, dessen m\u00e4nnliche Akte zudem eine sadomasochistische und homoerotische Sicht er\u00f6ffnen.<br \/>\nUm Mode und Werbung dreht sich das Schaffen von David LaChapelle, einem der respektlosesten Fotografen der letzten dreissig Jahre: Seine grellbunten Bilder provozieren mitunter, so auch das hier gezeigte Werk.<br \/>\nVertreten sind Frauen in eindeutig erotischen Posen in Aufnahmen des japanischen Fotok\u00fcnstlers Nobuyoshi Araki. Sein Landsmann Izima Kaoru fragt seine jungen Modelle, unter welchen Umst\u00e4nden und wie bekleidet sie sterben wollten. Seine Bilder sind von grosser Eleganz und stehen im offenen Kontrast zu den harten, expliziten Fotos der Amerikanerin Nan Goldin. Eros und Thanatos sind auch Thema der ausgestellten Werke des Amerikaners Andres Serrano, der hier Jugend und Alter gegen\u00fcbergestellt.<br \/>\nZu sehen sind zarte, sehnsuchtsvolle Selbstportr\u00e4ts von Francesca Woodman, die mit knapp 20 Jahren Suizid beging, und jene von Cindy Sherman, deren k\u00fcnstlerisches Schaffen von Beginn an Transvestismus und Transformismus pr\u00e4gen. Dasselbe gilt f\u00fcr Luigi Ontani, der sich seit den 70er Jahren in verschiedenen Rollen selbst darstellt.<br \/>\nJohn Coplans\u2019 Arbeiten aus den 90er Jahren sind Selbstportr\u00e4ts des alternden Engl\u00e4nders, auf denen die Zeichen der vergehenden Zeit evident werden.<br \/>\nFrauen, auch erotisch oder voyeuristisch variiert, sind das Motiv der Franz\u00f6sin Bettina Rheims.<br \/>\nSpencer Tunick bildet in seinen grossformatigen Fotografien Gruppen nackter Menschen im Raum ab. Hintergrund des Fotos in der Ausstellung ist der Aletschgletscher.<br \/>\nAusgestellt ist auch ein Grossformat von Vanessa Beecroft, eine der wichtigsten Gegenwartsk\u00fcnstlerinnen Italiens, seit \u00fcber 20 Jahren Sch\u00f6pferin und Regisseurin von Performances, in denen junge Frauen unterschiedlichsten Tableaux vivants Leben einhauchen.<br \/>\nDer (eigene) K\u00f6rper ist der Kern des Schaffens der Iranerin Shirin Neshat, das verdeutlichen soll, wie komplex die Lebensbedingungen der Frau und das Verh\u00e4ltnis Mann\u2013Frau in der iranischen Kultur sind.<br \/>\n\u00abMein K\u00f6rper fungiert als Barometer, er wird zum Zeiger, der Menschen aus verschiedenen Zeiten und Orten zusammenbringt\u00bb, sagt die S\u00fcdkoreanerin und Wahl-New-Yorkerin Kimsooja.<br \/>\nMit Study for a portrait \u2013 Fotocollagen menschlicher Glieder \u2013 von Peter Welz ist der K\u00f6rper im Vergleich zu den anderen Werken dieser Ausstellung in einer v\u00f6llig anderen Wertigkeit zu sehen.<br \/>\nSame Same But Different sind zwei grossformatige Fotos von Stefano Scheda, die an zwei gegen\u00fcberliegenden W\u00e4nden h\u00e4ngen und zwei nackte M\u00e4nner zeigen, einen schwarz, einen weiss, die aus dem Meer auftauchen und sich mit erhobenen Armen gr\u00fcssen. Das Werk will den Betrachter zum Nachdenken anregen, zum Weiterdenken, \u00fcber das Sichtbare hinaus, heute, in einem historischen Moment, in dem die Angst vor dem Anderen und dem Andersartigen das Leitwort zu werden scheint. <\/p>\n<p>Der Katalog zur Ausstellung erscheint beim Verlag Scalpendi Editore. <\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ROBERT MAPPLETHORPE &#8211; Serie Z Mit Look at me! Il Corpo nell\u2019Arte dagli anni \u201950 a oggi l\u00e4dt die Fondazione Ghisla vom 8.\u00a0September 2019 bis 5. 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