{"id":3889,"date":"2022-03-10T16:28:55","date_gmt":"2022-03-10T15:28:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ghisla-art.ch\/?page_id=3889"},"modified":"2022-03-10T16:46:41","modified_gmt":"2022-03-10T15:46:41","slug":"carlo-ciussi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/carlo-ciussi\/","title":{"rendered":"Carlo Ciussi"},"content":{"rendered":"<div class=\"artists\">\n<p><strong>Carlo Ciussi<\/strong><\/p>\n<p><strong>20. M\u00e4rz 2022 \u2013 21 August 2022<\/strong><br \/>\nCarlo Ciussi (Udine, 1930 &#8211; 2012) ist einer der wichtigsten italienischen K\u00fcnstler des 20. Jahrhunderts: Sein Werk, das die gesamte zweite H\u00e4lfte des letzten Jahrhunderts \u00fcberspannt und bis ins neue Jahrtausend hineinreicht, hat trotz der gro\u00dfen Vielfalt der Arbeiten, die er in den verschiedenen Perioden seines k\u00fcnstlerischen Schaffens erstellt hat, eine grundlegende Koh\u00e4renz bewahrt. Dem K\u00fcnstler gelang es, gleichzeitig den Str\u00f6mungen seiner Zeit nahe und autonom in seinem unabl\u00e4ssigen Forschen zu sein. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit zu einer umfassenden Lekt\u00fcre seines \u0152vre und erm\u00f6glicht es, die Geschichte des K\u00fcnstlers nachzuvollziehen.<\/p>\n<p>Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut  und bietet ab 1965 \u2013 nach der ersten Teilnahme an der Biennale in Venedig 1964 \u2013 bis ins Jahr 2012 einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Phasen seines k\u00fcnstlerischen Schaffens.<br \/>\nDie 27 ausgestellten Werke stehen exemplarisch f\u00fcr die entscheidenden Etappen in Ciussis Entwicklung: Die fr\u00fchen Arbeiten, in denen die geometrische Aufmachung des Bildes in grau-schwarzen T\u00f6nen im Vordergrund steht, \u2013 darunter III.65 (1965), das zur Sammlung der Ghisla-Stiftung geh\u00f6rt und sp\u00e4ter mit Farben gef\u00fcllt wurde \u2013 gefolgt von seiner sich \u00fcber mehrere Jahrzehnte erstreckenden Weiterentwicklung bis hin zu seinen j\u00fcngsten Arbeiten.<br \/>\nEinige seiner Gem\u00e4lde waren in den 1960er Jahren in den ersten Mail\u00e4nder Ausstellungen der Galleria Stendhal zu sehen; andere, wie XLI (1967), in der wichtigen Ausstellung, welche die Galerie Paul Facchetti f\u00fcr Ciussi 1967 in Paris sowie 1971 in Z\u00fcrich, in den R\u00e4umlichkeiten der Galerie, ausrichtete. Ebenfalls 1967, auf der 9. Biennale von Sao Paolo in Brasilien wurde XXIII ausgestellt, um 1974 anl\u00e4sslich der ersten Retrospektive, die dem K\u00fcnstler im Palazzo Torriani in Gradisca d&#8217;Isonzo gewidmet war, erneut gemeinsam mit den anderen Bildern pr\u00e4sentiert zu werden.<\/p>\n<p>Nach zwanzig Jahren, in denen sich Ciussis Aufmerksamkeit haupts\u00e4chlich auf die Geometrie zu richten schien, nimmt in den 1970er Jahren in seinem Werk die Farbe eine zentrale Rolle ein, mit einer Vereinfachung der Geometrie zu fluktuierenden rechteckigen Figuren, wie in den Werken XXIV (1976) und XXX (1979); dieser \u00dcbergang erm\u00f6glicht es, sich bewusst zu machen, wie wichtig die Farbe f\u00fcr den K\u00fcnstler bereits in seinen fr\u00fcheren Forschungen war. In den 1980er und 1990er Jahren taucht die dynamische Energie eines schlangenf\u00f6rmigen Zeichens auf, zu sehen in aus 1990 stammenden Gem\u00e4lden. Ab 1995 tritt ein kantiges Zeichen auf, zu beobachten in Werken wie Struttura (1995), einem selbsttragenden dreidimensionalen Werk. Nachdem der K\u00fcnstler 1986 mit zwei Skulpturen an der Biennale von Venedig teilgenommen hatte, waren wichtige Momente der Synthese die anthologische Ausstellung im Museo Revoltella in Triest im Jahre 1997 und 1998 dann die Einzelausstellung im Esslinger Kunstverein Villa Merkel in Deutschland.<br \/>\nIm neuen Jahrtausend nimmt Ciussi in seinen Arbeiten die zerlegten Quadrate wieder auf \u2013 wenn auch auf radikal neue Weise, aufgeladen durch all die Jahre, die er dem Studium der Farbe und der Analyse der bildnerischen Mittel gewidmet hatte. Sie tauchten bereits 1965 in seinen Gem\u00e4lden auf  und dann erneut in 2005, wie in Senza titolo (Ohne Titel), das ebenfalls zur Sammlung der Ghisla-Stiftung geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Zu Beginn der 2000er Jahre gab es viele gro\u00dfe Anthologie- und Retrospektivausstellungen, sowohl in Italien als auch im Ausland. Wichtige Ausstellungen fanden 2005 im Palazzo Isimbardi in Mailand statt, 2007 im historischen Palazzo dei Sette in Orvieto sowie 2009 in Deutschland, im Neuen Kunstverein in Aschaffenburg, und \u00d6sterreich, in den Stadtgalerien von Klagenfurt. Im selben Jahr wurde er mit seinen Werken zur Ausstellung Temi &#038; Variazioni in die Peggy Guggenheim Collection in Venedig eingeladen, w\u00e4hrend er 2005 bereits eine gro\u00dfformatige Skulptur auf der Piazza della Scala in Mailand ausgestellt hatte.<br \/>\nSeine Forschungen erstrecken sich schlie\u00dflich auf die M\u00f6glichkeit, die Quadrate selbst zu f\u00fcllen, wie in \u201eOhne Titel\u201c aus 2009, oder die Oberfl\u00e4che des Gem\u00e4ldes anzukratzen, wie in den j\u00fcngsten Werken aus 2011 und 2012, die zum ersten Mal in der anthologischen Ausstellung im Museum f\u00fcr moderne und zeitgen\u00f6ssische Kunst in der Casa Cavazzini in Udine zu sehen waren.\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carlo Ciussi 20. M\u00e4rz 2022 \u2013 21 August 2022 Carlo Ciussi (Udine, 1930 &#8211; 2012) ist einer der wichtigsten italienischen K\u00fcnstler des 20. 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