{"id":4017,"date":"2022-08-26T10:11:40","date_gmt":"2022-08-26T08:11:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/?page_id=4017"},"modified":"2022-08-26T10:29:49","modified_gmt":"2022-08-26T08:29:49","slug":"naeuma-antimatter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/naeuma-antimatter\/","title":{"rendered":"Naeuma Antimatter"},"content":{"rendered":"<div class=\"artists\">\n<p><strong>Andrea Mariconti<\/strong><\/p>\n<p><strong>4 September 2022 \u2013 8 Januar 2023<\/strong><br \/>\nDas von Andrea Mariconti f\u00fcr die Ghisla-Stiftung konzipierte und realisierte Projekt bewegt sich in einem noch nie dagewesenen Kontext, in dem das k\u00fcnstlerische Experimentieren in Ton und Bild durch klangliche und dynamische Komponenten angereichert wird, die mit Kunstwerken interagieren, welche durch die geschickte Manipulation der physikalischen Eigenschaften des Bronzegusses entstanden sind und ihre plastische Form zu einem breiteren r\u00e4umlichen und landschaftlichen Kontext verkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Die Besucher nehmen an einer Erfahrungsreise teil, in der Kunst und ihre Mittel sich vermischen: Klang, Form und Materie verfremden die menschliche Wahrnehmung und erm\u00f6glichen den \u00dcbergang von traditionellen Welten der Materie, Feuer und Bronze sowie essentiellen Formen und Schwingungen zu kreativen Prozessen der Gegenwartskunst.<\/p>\n<p>Das Ausstellungsereignis besteht aus der Installation eines Hauptkorpus von skulptural-musikalischen Werken aus Bronze mit Wachsausschmelzung, die aufgrund ihrer besonderen Form in Resonanz gehen, wodurch sie eine Suggestion von Kl\u00e4ngen in einem vorher festgelegten harmonischen Rahmen erzeugen.<\/p>\n<p>Diese Serie von Skulpturen, die sich durch die drei R\u00e4ume der Ausstellung zieht, wird an den W\u00e4nden von einer Reihe von Gem\u00e4lden flankiert, die nach drei thematischen und chronologischen Bereichen geordnet sind. Sie ber\u00fchren besondere Momente der Forschung des K\u00fcnstlers und bilden eine Br\u00fccke zwischen der bildnerischen Produktion und der j\u00fcngsten Entwicklung der Skulpturen.<\/p>\n<p>Die Umgebung erinnert an einen arch\u00e4ologisch-k\u00fcnstlerischen Kontext und ist Schauplatz einer Erfahrung, die aus Geografie, Karten, Musik, Materie und Antimaterie besteht. Hier finden sich Fundst\u00fccke von Prozessen, zu Teilen ausgearbeitet zwischen Bildhauerei-Malerei-Kalkographie deren kuratierte Ausstellung durch das Nebeneinanderstellen der Elemente und die Transversalit\u00e4t der k\u00fcnstlerischen Disziplinen den Sinn dieser besonderen Forschung enth\u00fcllt. <\/p>\n<p><em>\u201cWachsausschmelzbronze&#8220;,<\/em> schreibt Andrea Mariconti, <em>&#8222;ist eine sehr alte Technik, die eine wesentliche Rolle in der Entwicklung der menschlichen Zivilisation gespielt hat. Sie spricht zu uns von der Ewigkeit und stellt direkte Fragen zu unserer kreat\u00fcrlichen Existenz auf dem Planeten, zu der \u00f6kologischen und demografischen Wirkung, die wir haben, zu unserer Verg\u00e4nglichkeit. Bronze ist best\u00e4ndig, sie wird uns \u00fcberdauern. &#8222;N\u00e6uma Antimatter&#8220; entstand aus der Kombination organischer Formen, die Bildern von Termitenh\u00fcgeln sowie arch\u00e4ologischen und anthropologischen Formen entspringen, die aber auch von Propellern und Artefakten aus der Kupferzeit inspiriert sind. Ausgehend von diesen formalen Linien habe ich in einer langen Reihe von Zeichnungen und Skizzen nach einer Synthese gesucht, die ein perfekt ausgewogenes Hybrid darstellt. Bronze ist in erster Linie Klang und Farbe, ein paradoxes Oxymoron aus Materie und Antimaterie.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die Ausstellung in Locarno&#8220;,<\/em> sagt Ilaria Bignotti, <em>&#8222;erz\u00e4hlt von einer langen Recherche, die obsessiv zu bestimmten Fragen zur\u00fcckkehrt und sich diesen stellt, indem sie verschiedene Materialien verbindet, welche in der M\u00f6glichkeit des Bildes und der Komposition gleichzeitig das unver\u00e4u\u00dferliche Potential des Verblassens andeuten, des sich Aufl\u00f6sens, der L\u00e4uterung im Unermesslichen der Materie, welche Magma ist. Antimaterie. Der Widerspruch zwischen Ikonographie und Ikonoklastik, der Schauer, der dem K\u00fcnstler in der Malerei durch die Finger f\u00e4hrt und ihn dazu bringt, die Form, mit ihren Drifts, ihren Abweichungen immer wieder zu hinterfragen, ist vielleicht der sicherste, wenn auch gefahrvolle Weg, den Mariconti zu gehen wei\u00df.  <\/em>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andrea Mariconti 4 September 2022 \u2013 8 Januar 2023 Das von Andrea Mariconti f\u00fcr die Ghisla-Stiftung konzipierte und realisierte Projekt bewegt sich in einem noch nie dagewesenen Kontext, in dem &hellip;<a class=\"morelink\" href=\"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/naeuma-antimatter\/\">continue reading<span> Naeuma Antimatter<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4017"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4017"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4017\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4041,"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4017\/revisions\/4041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ghisla-art.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}